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Dr. Peter – Michael Bublitz, geb 12.07.1944

Mit 12 Jahren bekam ich von einer Tante eine Gitarre geschenkt und lernte bei den Pfadfindern die ersten Griffe und Liedbegleitungen. Mit 16 J. fing mein bester Freund an, Klavier in einer Dixieland – Band zu spielen, die brauchten auch noch Jemanden am Bass, das hab ich dann übernommen. In der Folge kam immer mehr Musik in mein Leben, Kommerz, Swing, Modern Jazz. Die Hippie – Zeit war eine besonders kreative Zeit mit toller Musik rundum. Abends traf ich mich oft mit Freunden und wir improvisierten stundenlang, ich spielte Gitarre, Bass oder Bongos in einer bunten Mischung von Blues, Rock, Latin, Jazz. Dazu habe ich in Wien noch die Zigeunermusik kennen gelernt und die Saz – die türkische „Gitarre“ - als Instrument entdeckt. Leider musste ich auch erkennen, wie schwer es ist, von der Musik zu leben – um mich herum gab es ganz viele Musiker, die viel begabter und / oder besser ausgebildet waren als ich ( ich bin Autodidakt ) und dennoch kein ausreichendes Einkommen hatten. Im übrigen erschien das Musikerdasein eng mit einem gesundheitsbedrohlichem Lebensstil verbunden zu sein, sodass ich mir dann doch einen anderen Beruf - nämlich Psychologe - gewählt habe. Dadurch bin ich frei geblieben, mich musikalisch nur auf das einzulassen, was mich interessiert.

Bis zum Anfang der 90er Jahre standen noch Rock – Musik, schöne Songs aus den 70ern und eigene Lieder auf der Gitarre im Vordergrund. Als ich Jörg Ende der 80er kennen lernte, hatte ich kurz zuvor angefangen, Bouzuki – eine griechische „Gitarre“ – zu spielen. Durch das Zusammenspielen mit ihm und Andreas Prante ( Trommel ) entstand zunehmend eine Verbindung zu arabischer Musik, vor allem Musik für orientalischen Tanz. Anfang der 90er Jahre hatten wir bereits ein festes Repertoire und immer mehr Auftritte, sodass wir auch einen Namen brauchten. Jörg hatte die beste Idee und seitdem gibt es „Wüstensand“. Seitdem gibt es auch mein besonderes Interesse an arabischer Musik, sie erscheint mir in besonderer Weise geeignet, sehr viele unterschiedliche Gefühle wie etwa Freude, Trauer, Sehnsucht, Verlangen, Schmerz und Hoffnung ausdrücken und spürbar machen zu können

Musik macht mir am meisten Spaß, wenn ich improvisieren kann. Wenn ich geradezu absichtslos vor mich hin spielen kann, entstehen dabei plötzlich Melodien, die sich zu Liedern zusammenfügen. Diese „Lieder“ bilden dann die Vorlage für die Stücke von Wüstensand, das Arragement erarbeiten wir gemeinsam und das „fertige Stück’“ trägt die Handschrift aller Beteiligten. Und wenn diese Musik dann noch ein gutes Echo bei Zuhörern auslöst, finde ich das phantastisch!